Ich hätte am liebsten mit einem Ja geantwortet, weil ich denke, dass dich diese Antwort glücklich gemacht hätte und dein Glück für mich immer eine Priorität war. Ich hätte mir von diesem scharfkantigen Ja, das mich in diesem Moment abschrieb, die Kehle aufreißen lassen, wäre vor dir verblutet, wenn es dir Hoffnung gegeben hätte. Und so war es schon immer.

Anonym sagte: Eigentlich, weiß doch niemand so wirklich worauf man wartet. Ich warte auf ihn, oder auch nicht. Ich weiß nicht so recht. Ich weiß auch Nicht so recht was mich an ihm interessiert. Ich bin schön und intelligent und mir wird oft gesagt er sei nicht...

Ich schreibe einfach mal auf, was ich in deine Nachricht hineininterpretiere, liebe(r) Anon. 

Es scheint, als wäre anstelle der Frage worauf du wartest eher die Frage warum du zweifelst von belang. Wenn ich lese oder höre “Ich bin schön und intelligent und mir wird oft gesagt er sei nicht..” (was sei er denn nicht?), macht das den Eindruck, dass du unsicherer (bezogen auf dich selbst) bist, als du selbst zugeben willst, denn allem Anschein nach sind diese oberflächlichen Kriterien, mit denen du dich selbst sowie ihn und euch beide bewertest nicht deinen eigenen sondern eher die der anderen. Vielleicht hilft es, dir die Frage zu stellen, was es für dich braucht, um mit deinem Gegenüber glücklich zu werden und ob das was andere meinen, was es für ‘dein Glück’ braucht, nicht ein wenig zu.. eindimensional ist.

Korrigier mich, wenn ich falsch liege. 

Worauf wartest du?

In der Tat finden wir auch, dass, je mehr eine kultivierte Vernunft sich mit der Absicht auf den Genuss des Lebens und der Glückseligkeit abgibt, desto weiter der Mensch von der wahren Zufriedenheit abkomme […]

Immanuel Kant

Oh-oh.